Mit der Liveschaltung der Projekt-Website, auf der unter anderem das Vorhaben und die geplante Seismik vorgestellt werden, startet die Thermen & Badewelt Sinsheim ihre Informationskampagne zur geplanten Geothermieanlage. Darüber hinaus wird am 16. Juli 2026 eine erste Dialogveranstaltung in Sinsheim für interessierte Bürgerinnen und Bürger stattfinden.
Die Thermen & Badewelt Sinsheim ist seit über zehn Jahren ein fester Bestandteil der Erlebnisregion Sinsheim. Um unabhängiger von steigenden Energiepreisen und fossilen Energieträgern zu werden, soll die Anlage künftig mit regionaler und regenerativer Erdwärme beheizt werden. Mit der heutigen Liveschaltung der neuen Projektwebsite unter www.geothermie-sinsheim.de beginnt der begleitende Bürgerdialog, um alle Interessierten über das Vorhaben kontinuierlich zu informieren.
Projektfortschritte werden kommunikativ begleitet
„Für uns ist eine transparente Begleitung aller Projektfortschritte wichtig. Auf unserer Website werden wir deshalb fortlaufend neben Informationen zu unserem Vorhaben auch verschiedene Hintergrundinformationen zum Thema Geothermie anbieten und über alle wichtigen Entwicklungen informieren“, betont Heiko Wollmann, CTO Thermengruppe Josef Wund/ VP Therme Group. Aktuell werden beispielsweise Informationen zu den geplanten seismischen Untersuchungen, der sogenannten Seismik, bereitgestellt. Zusätzlich finden Interessierte auf der Website direkte Kontaktmöglichkeiten zum Projektteam. Konkrete Aussagen über den genaueren Zeitplan des Vorhabens können allerdings erst nach der Auswertung der durch die Seismik gewonnen Daten, voraussichtlich im kommenden Jahr, getroffen werden.
Infomarkt für interessierte Sinsheimerinnen und Sinsheimer vor den Sommerferien
Darüber hinaus ist am 16. Juli 2026 von 16:30 bis 20:00 Uhr in der Dr.-Sieber-Halle in Sinsheim eine erste Dialogveranstaltung für die gesamte Öffentlichkeit geplant, so Wollmann weiter: „Am 16. Juli wird unser Projektteam vor Ort den aktuellen, noch sehr frühen Projektstand vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen. An verschiedenen Informationsinseln werden zusätzlich Hintergrundinformationen zur Geothermie, zu den geplanten seismischen Untersuchungen sowie zur Thermen & Badewelt Sinsheim bereitgestellt.”
Antrag für seismische Untersuchungen wird vorbereitet
Die geplante Geothermieanlage soll das Erdwärmepotenzial in bis zu 1.000 Metern Tiefe für die Wärmeversorgung nutzbar machen. „Da es in Sinsheim, anders als beispielsweise im Oberrheingraben, noch an einer umfangreichen Datengrundlage für tiefere Gesteinsschichten fehlt, soll zunächst mithilfe der Seismik die Untergrundsituation untersucht werden, um detailliertere Informationen zu gewinnen“, so Philipp Treml, Global VP of Corporate & Tech Ventures, Therme Group. Bei der Seismik erzeugen sogenannte Vibro-Trucks leichte, kaum wahrnehmbare Druckwellen im Boden, deren reflektierte Signale ausgewertet werden, um ein 3D-Bild des Untergrunds zu erstellen. Die Messungen dauern nur wenige Tage, sind ungefährlich und haben keine Auswirkungen auf den Untergrund oder die Umwelt. Im Anschluss kann anhand der gewonnenen Daten das bestehende Geothermiepotenzial genauer bestimmt und erste Orte für mögliche Probebohrungen festgelegt werden. Darüber hinaus liefert die Seismik auch wichtige Informationen über bestehende Grundwasserleiter in tieferen Gesteinsschichten und in welchem Umfang diese genutzt werden können. Um die Seismik in Baden-Württemberg durchführen zu dürfen, ist zunächst eine Aufsuchungserlaubnis des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) in Freiburg erforderlich. Der entsprechende Antrag wird derzeit vorbereitet.